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Haspa Hamburg Marathon 2013

Haspa Hamburg Marathon, mein zwanzigster Marathon. Und doch war ich in der Vorwoch aufgeregt wie noch bei keinem Lauf zuvor. Denn diesmal hatte ich mir ein sehr hohes Ziel gesetzt: ich wollte in einer Zeit von unter 2h 50min finishen – das hörte sich irgendwie verrückt an. Das Training für solch ein hohes Ziel war eher minimal und so war mir klar, dass alles, aber auch wirklich alles, perfekt passen musste. Keine Minute durfte auf den 42.195 km verschenkt werden. Ich fühlte mich unter Druck. Aber alles schön der Reihe nach...

In der Woche vor dem Hamburgmarathon zeichnete es sich ab: es würden uns wohl die besten Wetterbedingungen erwarten: kühl zwar, aber sonnig und wenig Wind. Als Marathonläufer hat man es nicht einfach. Da trainiert man den ganzen Winter durch... und kann dann am Marathontag, wie meinem Twitterkollegen @runstormy geschehen, beim Wettkampf in eine Windwand geraten – womit der Traum einer Bestzeit ausgeträumt ist. Denn im Idealfall ist das gesamte Training so aufgebaut, dass man exakt am geplanten Marathontag seine Höchstleistung erbringen kann – eine Woche verschieben würde bereits eine Einbusse bedeuten. Aber für Hamburg waren die Wetterprognosen schlicht perfekt (während es im Süden Deutschlands regnete!).

Als ich endlich im Flugzeug sass und wusste, dass alles nach Plan A verlief begann sich meine grosse Nervosität etwas zu beruhigen. Ich habe mir diesen grossen Druck selber aufgebaut. In meiner Läufertimeline auf Twitter habe ich gross mein Ziel verkündet und so wusste ich, dass eine Menge Leute meine Marathonzeit mit Neugierde verfolgen würden. Auch bei meinem Verein TV Riehen waren nach dem tollen Lauflager die Erwartungen hoch. Die sub 2:50 waren quasi Pflicht (bisherige PB stand bei 2:51:49, gelaufen im April 2012 in Düsseldorf).
Wir reisten zu Viert nach Hamburg. Pasci, der eigentlich Schnellste von unserem Marathonteam (zumindest gemäss PB auf den kürzeren Strecken), musste leider ein paar Tage vor Hamburg verletzungsbedingt die Teilnahme am Marathon absagen. Marek, der erst im Herbst 2012 seinen ersten Marathon in rund 3:10 gelaufen ist wollte die 3h – Marke knacken und Carmelo strebte bei seinem allerersten, flachen Marathon eine Zeit von 2h59 bis 3h10 an.

Am Tag vor dem Lauf machten wir eine kurze Stadtrundfahrt, motivierten uns und besuchten auch die Marathonmesse. Bei dieser Gelegenheit traf ich noch kurz @bluecherHROs vom Twitterlauftreff der beim Stand von Polar arbeitete. Ja auf meiner Twitter-Timeline überschlugen sich auf den Marathon hin die positiven Wünsche und Zusprüche – das war mitunter das Motivierendste, das ich je erlebt habe. Das tat richtig gut... (danke Jungs und Mädels!).

Zurück nun aber zum Wesentlichen, zum Marathon. Wie immer war ich am Vorabend derart aufgeregt, dass ich kaum Schlaf fand und wie immer kam mir die Nacht, wegen des vielen Aufwachens, ewig vor. Endlich klingelte um 5:30 Uhr mein Wecker und ich durfte aufstehen, Duschen, Zeugs richten und dann gings runter zum Frühstück. Auch Carmelo, der vor seinem ersten Marathon stand, sass mir am Frühstückstisch entsprechend aufgeregt gegenüber.
So weit verlief alles exakt nach Plan A. Frühstück. Umziehen, Pflaster auf Brustwarzen, gefährdete Stellen mit Vaseline einsalben, Startnummer befestigen, L-Carnitine und Guarana zur richtigen Zeit einnehmen. Alles perfekt. Dann ging's endlich los. Um 8 Uhr trafen wir Marek mit seiner Freundin bei der U-Bahn Stephansplatz und zusammen zogen wir Richtung Startgelände (was sich im Nachhinein als viel zu spät herausstellte). Beim Startgelände war Betrieb wie in einem Ameisenhaufen, man konnte sich kaum in irgend eine Richtung bewegen. Wir richteten schnell und so gut es ging die nötigsten Dinge. Ich musste noch die Jeans ausziehen und meine Brooks Racer ST5 richtig zuschnüren (denn im Training gingen mir schon zweimal die Schnürsenkel auf). Es stellte sich heraus, dass wir unterschiedliche Prioritäten hatten und so trennten wir uns mit der Abmache sich in Kürze beim Eingang wieder zu treffen. Ich kämpfte mich duch die Masse zu der Kleiderbeutelabgabe und dann musste noch das Allerwichtigste überhaupt erledigt werden: der Gang zu Toilette. Durch das Trinken und die Aufregung muss man immer viel Wasser lösen. Und hier endete dann auch der Plan A für den Hamburgmarathon. Schnell erkannte ich, dass da wo ich war, der Andrang auf's Häuschen zu gross war. Also sofort Richtung Eingang zu den Laufkollegen. Da war so viel los – ich sah nur fremde Gesichter. Die Zeit wurde knapper und ich fackelte nicht lange und machte mich auf in Richtung Startblock, mit der Idee unterwegs ein Toi-Toi Häuschen aufzusuchen. Da waren aber nicht viele und die Schlange davor endlos lang. Es gab nichts, die Zeit war zu knapp, weiter suchen war zwecklos, also anstehen... doch auch das brachte nichts. Die Uhr tickte, die Nervosität wurde enorm und die Schlange schien nicht kürzer zu werden. So beschloss ich nach 10 Minuten Anstehen, dass es Zeit war den Startblock aufzusuchen. Aber auch das war noch einmal eine Nervenprüfung. Ich musste über eine aufgestellte, schmale Passerelle. Da waren Läufer und Zuschauer und man steckte einfach fest. Ich hielt es kaum aus, zudem spürte ich den starken Druck in meiner Blase. Da trainiert man den ganzen Winter durch und dann erreicht man sein Ziel nicht, nur weil man nicht auf's Klo kann? „Das darf nicht sein!“, sagte ich mir und stellte auf Ignorieren. Ich kämpfte mich auf der Passerelle durch die praktisch stehende, dichte Menschenmenge und schaute mich dann auf der anderen Seite noch einmal kurz für eine Pinkelmöglichkeit um, jedoch: Fehlanzeige. Zufällig kam gerade zu dem Zeitpunkt die gesamte Laufelite anmarschiert und ging in Einerkolonne an mir vorbei, so konnte ich wenigsten noch die „Stars“ hautnah erleben. Jetzt aber ab zum Startblock. Ich schluckte noch ein Zucker-Gel und trank dazu Wasser mit Guarana. Dann reihte ich mich ein. Nun suchte ich verzweifelt Marek und Carmelo... Ich wollte ihnen noch alles Gute für den Lauf wünschen. Zwei Minuten vor dem Start entdeckte ich Carmelo fast neben mir und wir drückten uns motivierend die Hände. Dann ging's los!

Die Masse bewegte sich und ich kam gut weg. Im Vorfeld habe ich mich oft gefragt wie ich meine eingeplanten fünf Zucker-Gels transportieren sollte. Ich entschied mich in letzter Minute für einen Gummigurt. Habe den allerdings nie getestet. Und so kam es wie es kommen musste. Der Gurt verrutsche mir ständig, ich richtete ihn vergebens immer wieder in eine bequeme Position, aber er rutschte sofort wieder weg- und so warf ich diesen nach bereits einem Kilometer weg. Ich behielt drei Gele und trug diese einfach in den Händen. Also auch hier musste ein Plan B her: ich entschied mich sofort für die Variante bei km 15, 20 und 25 ein Gel einzunehmen. Ich war durch diese Gel-Gurt-Geschicht abgelenkt und als ich meinen Kopf wieder nach Vorne richtete erkannte ich, dass ich bereits in der Reeperbahn angekommen war. „So, nun aber ganz auf's Laufen konzentrieren!“. Meine Taktik stand schon länger fest. Die ersten 15km „locker“ in einer Pace von 4 Min/km, dann 10 schnellere Kilometer in rund 3:53 – 3:55 pro km und dann versuchen bis ins Ziel möglichst die 4er Pace zu halten. Dann aber musste ich auch hier zu Plan B greifen: auf einmal gings bergab, minim zwar, aber es ging bergab. Ich habe das Höhenprofil im Vorfeld mehrmals studiert und habe es als mehr oder weniger flach eingestuft, aber hier ging es deutlich bergab. Da ich wusste, dass ich keine Sekunde verschenken durfte, gab es für mich nur Eines: beschleunigen. So erlaubte ich mir also nach rund 5km bereits auf die 3:55 zu gehen (was natürlich das Risiko mit sich brachte, dass ich am Ende des Marathons einbrechen könnte). Ich fühlte mich gut und schätzte, dass ich diese Pace verkraften sollte. Bei den Landungsbrücken am Hafen (hier ein Gruß an @ulmerspatzz) wurden wir Läufer zum ersten Mal auf der Strecke von einer riesigen Menschenmasse angefeuert und eine typische Hamburger Band sorgte für Stimmung – ein tolles Gefühl. Der Streckenverlauf zeigte sich auch im weiteren Verlauf nicht ganz wie erwartet flach, denn es gab immer wieder kleinere Anstiege die jeweils spürbar auf die Pace drückten. Bei Rund 17 km erkannte ich dann Pasci und Rahel Mitten in den Zuschauern und sie feuerten mich an. Ab dieser Stelle lief ich mit der Finnin Sari Juuti. Wir wechselten automatisch immer wieder die Führung, so dass keiner langsamer wurde. Nach der Halbmarathonmarke, die ich in einer Zeit von 1:23:40 überquerte, liess sie sich etwas zurückfallen (erst nach dem Marathon sah ich ihre Zielzeit von 2:48:50 – vermutlich habe ich sie durch das ganze Rennen gezogen :-) ). Ein paar Hundert Meter weiter galt es wiederum eine kleine, aber fiese Steigung zu erklimmen. Die Pace-Anzeige auf meiner Garmin Uhr reagierte gnadenlos und kaum war es wieder flach musste ich beschleunigen um die Pace wieder auf die 4:00 zu drücken... und das gelang mir. Immer wieder gelang es mir die Pace bei 4:00 zu halten – und das war ein gutes Zeichen. Zur Belohnung standen bei ca. Km 23 wieder viele jubelnde Zuschauer (und der @malcom42 vom Twitterlauftreff stand da und hat mich sogar erkannt und mir zugerufen!) und der Speaker verkündete meinen Namen: „...und hier haben wir aus der Schweiz den Matthias Kunz vom TV Riehen!“ - die Menschenmenge applaudierte und ich winkte ihnen dankend zu – und bemerkte, mit Blick auf meine Garmin Uhr, dass die Pace eine gefährliche 3:53 erreichte: zu schnell! Die Menschenmengen haben mich jeweils automatisch angetrieben. Ich konnte also das Tempo leicht zurück nehmen und mich weiter konzentrieren. Die prallvolle Blase tauchte immer wieder in meinem Bewusstsein auf. Und jedes Mal überlegte ich mir kurz, ob ich nicht doch besser eine Pinkelpause einlegen sollte. Aber eben, ich wollte nicht eine Sekunde opfern, also weiter, immer weiter...

Bei km 27 dröhnte das Lied „an Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen durch die Lautsprecher. Dieses Lied hörte ich oft auf meinen langen Läufen. Zum ersten Mal erfasste mich eine Welle der2026small Emotionen. Ich schlug mit der Faust durch die Luft, winkte den Zuschauern zu und sagte mir mit überzeugter Stimme: „ich packe das, ich halte diese Pace bis zur Ziellinie, yeahh!“... und schon versank ich wieder in voller Konzenration. Ich überholte Läufer, Läufer überholten mich, aber ich lief mein Rennen, meine Pace, liess mich zu nichts verleiten und bangte auf km32. Denn im Training habe ich mir immer wieder vorgestellt, dass wenn ich km32 erreiche, dann kämpfe ich, dann werde ich auf keinen Fall mehr langsamer, ab da wird alles gegeben. Und dann erreichte ich endlich km32... wieder packte mich ein emotionales Gefühl. Seit Weinachten war ich praktisch jedes Wochenende auf meiner 35km – Runde, ich habe gut trainiert und nun habe ich mir die besten Voraussetzungen dazu geschaffen ein gutes Rennen abzuliefern, nur noch 10km lagen vor mir, noch rund 40 Minuten Schmerzen ertragen. Schmerzen? Ja, die Beine brannten, die Blase meldete immer noch, dass sie endlich entleert werden möchte und mittlerweile hatte sich an der Unterseite des grossen Zehens am rechten Fuss eine Blase gebildet. Der Körper wollte die Sache beenden, hätte sich am Liebsten ins Gras neben der Aussenalster gelegen und sich einfach nur ausgeruht. Aber da kam meine mentale Stärke zum Zug. „Weiter!“ hämmerte es überzeugend und kompromisslos in meinem Schädel. Immer wieder musste ich an meine Freunde vom Twitterlauftreff denken. Die verfolgen mit Sicherheit das Rennen, die wollen etwas sehen, die feuern mich an! Und das stärkte mich. Dann auch der Gedanke an den TV Riehen. Auch da wüden mit Sicherheit einige Mitfiebern und mir fest die Daumen drücken...dagegen waren meine Beine machtlos, sie gehorchten weiter meinem Willen.

Wieder erkannte ich Rahel und Pasci in den Zuschauern und es tat gut sie zu sehen und zu hören. Bei meinem 20. Marathon wusste ich was jetzt folgen würde, wird zur heissesten Phase des Rennens. Der Körper wird mich jetzt mehr und mehr dazu drängen langamer zu laufen. Ich dachte an Mischa, meinen 6 Jährigen Sohn. Sicher sitzt er Zuhause vor dem Fernseher und schaut sich den Marathon an, also los! Dran bleiben! Lauf für ihn, tu es für ihn! Los, Pace halten! Km38... noch immer war ich ganz angespannt, ich wusste zwar, dass ich das Rennen ziemlich sicher unter 2:50 beenden würde, aber ich wusste auch, dass noch viel passieren konnte. Krampf, Seitenstechen, Stolpern, plötzlicher Totaleinbruch wegen Übelkeit. Mann, war ich angespannt! Ich liess die Vorfreude nicht zu, es war noch zu früh dazu, sonst würde die Enttäuschung zu gross sein, wenn es doch nicht klappen würde. Die Beine brannten immer mehr, jeder Schlag auf den Asphalt war zu spüren, auch an der Blase und an der Blase am grossen Zeh. Jetzt folgte der letzte Anstieg, das wusste ich, den kannte ich, denn unser Hotel war gleich da in der Nähe. Zum ersten Mal kämpfte ich nun ernsthaft mit meinen Kräften, ich war gerade daran zu verzweifeln und das Tempo zu verlangsamen als ich auf zwei Läufer stiess. Der eine blieb stehen und der andere schrie ihn an: „Lauf weiter! Los, Lauf weiter, es ist nicht mehr weit!“ - als hätten die Worte mir gegolten gab es mir noch einmal Kraft, ich hielt meine 4er Pace. Doch jetzt verlor ich die Konzenration, wo war ich? Km41? Oder müsste nicht gleich das Ziel zu sehen sein? Ich kann nicht mehr!!! Der 0026smallandere schrie hinter mir weiter: „Los! Los! Das gibt eine 2:49, nur noch 500 Meter!“. Alles nach Plan und ich wiederholte innerlich „nur noch 500 Meter!“... meine Blicke suchten verzweifelt Anhaltspunkte für das Ziel zu erkennen, „wo zum Teufel ist das Ziel?! Ich kann nicht mehr!!!“, ging es mir durch den Kopf... und dann wie in einem Traum....lief ich auf eine unbeschreibliche Zuschauermasse zu, der Geräuschpegel wurde immer lauter und da erkannte ich in der Ferne den roten Teppich, der die letzten Meter markierte. Jetzt endlich realisierte ich, dass ich es schaffen werde - und erst jetzt 400 Meter vor dem Ziel, fiel die ganze Anspannung die seit Wochen in mir war von mir ab und ein uneschreibliches Gefühl kam in mir hoch. Ich ballte beide Hände zu festen Fäusten, streckte sie vor mich hin, und schrie so laut ich konnte: „Fuuuuck!!“ - zugegeben, nicht das kulturell schönste Wort, aber es kam einfach in mir hoch. Und gleich noch einmal: „Fuuuck!!!“... was so viel hiess wie: Den ganzen kalten Winter durch fleissig trainiert, rund 1300 km seit Anfang Jahr absolviert, den Arsch mehrfach aufgerissen und jetzt habe ich es verdammt noch mal einfach geschafft! Ich hab's geschafft!“ ...ich hielt das rechte Handgelenk in die Höhe an welchem ich das gelbe Armband mit der Aufschrift „run for Boston“ trug (der Anschlag auf den Boston Marathon fand vor sechs Tagen statt) und küsste es, dann erblickte ich einen Fotografen der Mitten auf der Strasse kniete und einen riesigen Fotoapparat auf mich richtete. Ich lief auf ihn zu, ballte meine beiden Fäuste so fest ich konnte zusammen und schrie ihn an so laut ich konnte: „Fuuuuck!!!“... im tosenden Lärm der Zuschauer war das wohl nicht zu hören... ich erreichte den roten Teppich, wollte noch einmal zu einem Sprint ansetzen, aber mein Körper hatte mittlerweilen die Herrschaft der Dinge wieder an sich gerissen und wollte nur noch „langsam“ ins Ziel laufen. Mein Blick auf die offizielle Uhr zeigte eine 2:48er Zeit.... ich war im Ziel! Geschafft!!!!!!!!!

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Dann hat es mich gepackt...Gedanken kamen hoch, wie ich seit Sommer 2011 fast ununterbrochen hart trainiert hatte und dabei zu oft meine Familie am Wochenende alleine liess um die 35km Runde abzuspulen. Das tolle Trainingslager mit dem Verein das mir noch den letzten nötigen Schliff gab, die harten Endbeschleunigungen auf den langen Runden... es hat sich doch irgendwie gelohnt! Ich stand hier in Hamburg im Ziel mit einer traumhaften Zeit von 2:48:36... ich kämpfte gegen die Tränen, immer wieder... Ich hatte mich selber mit diesem fantastischen Lauf belohnt. Mehr gab es nicht zu gewinnen, das ist Marathon, die Belohnung ist dieses unbeschreibliche Gefühl, das durch Mark und Bein geht und sonst nirgends auf dieser Welt zu finden ist, nur hier im Zielraum eines erfolgreichen Marathons. Ich liess mich von den Zielfotografen ablichten und genoss einfach diesen einen und wunderbaren Moment.
Danke Hamburg Du bist eine tolle Stadt! Der Lauf war sehr schön, zwar anspruchsvoll, da doch nicht ganz flach (ich behaupte jetzt einfach mal, dass es in Hamburg Berge gibt!). Und die Zuschauer waren eine Wucht! Und dazu dieser herrlich sonnige Tag! Mehr geht nicht. Das ist Marathon in Perfektion.

Meine beiden Lauffreunde vom TV Riehen lieferten ebenfalls zwei tolle Läufe ab: Marek gelang bei seinem zweiten Marathon eine starke Leistung, er finishte in sagenhaften 3:02:00!!! (beim nächsten Marathon wird er die 3h-Schallmauer garantiert durchbrechen). Carmelo hatte leider etwas Pech und musste bei seinem ersten Marathon Lehrgeld bezahlen. Ab km 25 hatte er Wadenprobleme und konnte "nur noch" mit einer 5er Pace weiter laufen - dennoch erreichte er das Ziel mit einer Zeit von 3:24:06 - eine respektable Leistung!!! Bravo Jungs!!!

Ich möchte mich hier an dieser Stelle bei allen bedanken, die dazu beigeragen haben, dass ich in Hamburg diesen perfekten und otimalen Lauf hinlegen konnte und ich mir mit dieser Zeit einen mir schier unglaublichen Traum erfüllen konnte:

Mein Dankeschön geht an erster Stelle an meine Frau Elissa, die mir den nötigen Freiraum für das viele Training schafft und mir die Trainingswoche mit dem TV Riehen ermöglichte - Du bist einfach gut! Weiter an den TV Riehen für das tolle Trainingslager, das optimale Umfeld und die mentale Unterstützung, insbesondere durch Pasci, Marek und Carmelo – sowie Matthias und Mario - und ein grosses Dankeschön an Charly für den Trainingsplan, sowie an Rahel für die für mich wichtigen Lauf ABC Übungen jeweils am Montag Abend.
Weiter danke ich lautstark meiner Twitter-Timeline (die beste die es gibt!) die mir richtiggehend Flügel verleiht hat – nicht nur beim Marathon selber, sondern auch schon während des Trainings.

Ein Dankeschön auch an die beiden Physiotherapeuten Frau Käch und Herr Messerli von Sirius in Arlesheim, die mich im Dezember / Januar super unterstützt und wieder knieschmerzfrei hingekriegt haben (und mich vergebens immer wieder zu einer Laufpause überreden wollten ;-) ). Weiter ein gosses Dankeschön an alle die mich gedanklich unterstützt haben und insbesondere an jene die diesbezüglich irgendwo ein Zeichen hinterlassen haben, zB. ein Statement oder ein „Gefällt mir“ auf Facebook, ein SMS (Ana und Lucas!) oder mir persönlich alles Gute gewünscht haben.

 


Während des Laufens habe ich euch immer wieder vor Augen gehalten – und das gab mir jedes Mal von Neuem Schub.

Und alle die das hier nicht ganz verstehen können sei das berühmte Zitat von Emil Zatopek gewidmet: „Wenn Du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn Du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon“.


42.195 – ist und bleibt meine Leidenschaft! - Euer Matthias!

 

0047small                                                                                                                                   Im Zielraum: Ende gut - alles gut :-)

 

Kommentare   

 
+1 #1 Christian 2013-04-23 12:02
Gratuliere zu der großartigen Leistung. Hut ab.

Und danke für den emotionalen Bericht, der mich sehr motiviert.
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