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Gründe für den Marathon

"Marathon ist ungesund!" - "Marathon ist einfach zuviel!" - sind das nur vorgeschobene Gründe für Nicht-Läufer oder ist da was dran?
Wie auch immer. Die Liste der Gründe die FÜR den Marathon sprechen ist lang. Und eindrücklich!


Die Reihenfolge stellt keine Bewertung dar.

1.Selbstbewusstsein
Einen Marathon zu laufen braucht viel. Es braucht neben Ausdauer aber auch Mut und viel Kraft. Sich für einen Marathon anzumelden ist aber jedes Mal auch ein Ausdruck von Selbstbewusstsein im Sinne von, dass man an sich glaubt. „Das schaffe ich!“ – ein wichtiger Gedanke – für alle Bereiche des Lebens, wird im Marathon ganz besonders gefördert.



2. Gesundheit
Die Fachwelt streitet sich nach wie vor wie gesund ein Marathonlauf wirklich ist. Unbestritten jedoch ist der positive Effekt des Trainings auf den Körper, den Geist und die Seele! Es gibt wohl nichts vergleichbares als Marathon, das derart viele gesunde Verhaltensweisen mit sich bringt: tägliche Bewegung, draussen im Grünen. Aktivierung des gesamten Stoffwechsels, Bildung von Vitamin D, da täglich im Sonnenlicht. Ernährung wird wichtig und man beginnt sich damit auseinander zu setzen und isst automatisch mehr Gemüse, mehr Früchte und weniger „Ungesundes“. Siehe auch die Punkte „Ernährung“ und „Körpergewicht“. Schliesslich sinkt auch der BMI.



3. Umgang mit Zweifel
“Das kann ich nicht“, wer kennt diesen Gedanken nicht? Wer Marathon ehrgeizig betreibt wird stets mit diesem Gedanken konfrontiert. Am Samstag ein langer Lauf, den man noch am Montag in den Beinen spürt. Und jetzt soll man einen schnellen und harten Tempolauf machen... „das geht nicht, das kann ich nicht“. Und dann – oh Wunder – schafft man es doch, und wie! Und das motiviert! Immer wieder ist man diesem „Zweifeln“ ausgesetzt. Das Training wird immer wieder etwas verschärft... so dass man immer wieder denkt „das kann ich doch nicht“... und immer wieder macht man die Erfahrung dass es eben doch geht! Und auch das ist übertragen auf den Alltag wichtig, zu wissen, dass Dinge möglich sind, von denen man denkt, dass man das nicht kann.



4. Reisen, neue Städte Entdecken
Auf der ganzen Welt kann man Marathon-Läufe bestreiten. Und jeden Lauf kann mit einer tollen Reise verbunden werden. Ob Hamburg, Rom, Lausanne, Paris, Prag, Wien oder gar Tokio, New York, Honolulu – wer über ein entsprechendes Budget verfügt, kann mit dem Hobby Marathonlaufen die Welt entdecken und viel Neues kennen lernen. Natürlich gibt es auch verrückte Marathons für die ganz Harten: im Death Valley, bei der Chinesischen Mauer, im Amazonas in Brasilien oder gar in der Antarktis um nur ein paar wenige zu nennen.




5. Bewusste Ernährung
Über die Definition einer gesunden Ernährung kann man streiten. Dennoch ist unbestritten, dass es gesund ist viel Gemüse, Obst und Früchte zu essen und Chips, Schokolade, Kuchen und Fast Food eher in kleineren Mengen zu sich zu nehmen. Wer Marathon läuft muss Leistungsfähig sein. Nicht nur am Lauftag, sondern auch im Training. Und die Leistungsfähigkeit – auch die Verletzungs- und Krankheitsanfälligkeit – hängt stark mit der Ernährung zusammen. Jeder der im Marathon weiter kommen will, wird sich früher oder später mit dem Thema „gesunde Ernährung“ auseinandersetzen und sich bewusst für gesündere Lebensmittel entscheiden.



6. Körpergewicht
Die Leistung die im Ausdauersport erbracht werden kann hängt mitunter mit dem Körpergewicht zusammen. Die grundsätzlichsten physikalischen Gesetze sagen aus, dass wer mehr Masse in Bewegung bringen und halten will, dafür mehr Energie aufwenden muss. Dazu kommt, dass das Thema „Körpergewicht“ in unserer Gesellschaft gerade sehr aktuell diskutiert wird; Stichwort „wir werden immer dicker“. Wer Marathon läuft und ein entsprechend angemessenes Training absolviert verbrennt automatisch viele Kalorien und verliert so unnötiges Körperfett. Der Marathonläufer bewegt sich so automatisch in einen gesunden BMI – Bereich (es mag Ausnahmen geben, die dann wiederum das Problem haben eher zu mager zu werden).



7. Körpergefühl
Um sich wohl und zufrieden fühlen zu können braucht man ein gutes „Körpergefühl“. Das heisst man nimmt 1. wahr was der Körper aktuell braucht (Essen, Trinken, Schlaf, Entspannung, warmes Bad) und kann 2. auf dieses Bedürfnis richtig reagieren. Wie bereits erwähnt ist der Marathonläufer auch im Training auf einen Leistungsfähigen Körper angewiesen. Und so ist es umso wichtiger diesen Körper zu umsorgen. Der Marathonläufer entwickelt mit der Zeit ein besonderes Körpergefühl, ein Teil seines Bewusstseins ist stets offen für die verschiedensten Signale seines Körpers. Und mit einem guten Körpergefühl lässt es sich qualitativ besser leben.


8. Umgang mit „Krisen“
Es ist mir zwar bisher ein einziges Mal gelungen einen Marathon zu laufen ohne Beschwerden, ohne Einbruch, ohne Ermüdungsgefühl – sprich: ohne Krise. Das war in Berlin 2011. Aber, das war eine riesige Ausnahme. In der Regel gelten für den Marathon die folgenden Sprüche: „Wenn Du Dich gut fühlst mach Dir keine Sorgen, das vergeht schnell wieder“, „der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt“, „quäl Dich Du Sau!“. Sprich man kann sich noch so gut fühlen, in aller Regel macht man bei einem Marathon mehrere Krisen durch. Da macht sich dann die Stimme in einem breit: „Hey, wofür tust Du das? Nimm’s doch lockerer, geh mal ein paar Schritte das tut Dir gut. Oder steig doch aus, stell Dir vor in weniger als 5 Minuten kannst Du irgendwo einfach nur sitzen und ein Bier trinken“... und schon steckt man in einer Krise. „Ich kann nicht mehr!“, „Ich komm nicht mehr vom Fleck.“, „Mann, da Vorne geht’s bergauf!“. Abgesehen davon erlebt man auch im monatelangen Training seine Krisen. Völlig übermüdet startet man einen Tempodauerlauf. Oder an einem heissen Tag muss man die 35km – Runde mit 12km Endbeschleunigung laufen. Mittwoch Mittag, die Beine sind schlapp, der Geist müde und der Körper nicht richtig wach, doch auf dem Trainingsplan steht eine harte Intervalleinheit... – Augen zu und durch! Rund um den Marathon durchlebt und überlebt(!) man unzählige Krisen. Und was man dabei lernt? So schlapp wie man sich auch gerade fühlt, so steil es auch gerade den Berg hoch geht, so erschöpft und KO man sich auch gerade fühlt – es vergeht! Das ist lediglich ein Momentanzustand, dort vorne hinter der nächsten Kurve kann sich schon wieder ein Hoch anbahnen. Und diese Erfahrung, die macht Dich für den Alltag fit wie wohl nichts vergleichabres




9. Im Alltag wach sein
Wie lassen wir uns doch gerne „gehen“. Einfach so durch den Alltag treiben lassen. Spätestens wenn Du beginnst für einen Marathon zu trainieren ist damit aber Schluss. Immer wieder wartet ein anstrengendes Training auf Dich. Ein Schmerz der beachtet werden muss. Private Anlässe die mit dem Trainingsplan am Wochenende schon im Voraus geplant und abgestimmt werden müssen. Es braucht immer eine gewisse Aufmerksamkeit die stets darauf achtet, dass das Marathontraining reibungslos abläuft. Es macht nämlich keinen Spass unterzuckert oder mit vollem Bauch einen anspruchsvollen Tempodauerlauf in Angriff zu nehmen. Und geht es auf den Marathon – oder ein anderer Wettkampf – zu, so muss Vieles zur Rechten Zeit organisiert und die Wege geleitet werden. Nur so wird der Lauf auch wirklich zum Vergnügen. All das erfordert eine gewisse Wachheit und zwar den ganzen Tag durch... selbst beim „Chillen“ kann es passieren, dass der Marathonläufer aufspringt und ruft: „Ich muss noch rasch meinen aktuellen Trainingsplan runterladen! Ich bin gleich wieder zurück – und hast Du Bananen und eine Mango eingekauft?“...




10
. Ziele richtig setzen und erreichen
Erfolg ist planbar. Und einer der grössten Fehler, den wir in vielen Bereich des Lebens begehen, ist schlicht und einfach, dass wir zu viel wollen. Anstatt uns zuerst auf längere Bergtouren zu machen stürzen wir uns gleich auf die Besteigung des Matterhorns. Und wenn wir dann scheitern verstehen wir die Welt nicht mehr. Und es besteht die Gefahr, dass wir durch die Enttäuschung die Dinge einfach sein lassen. Im Laufsport und insbesondere beim Marathon lernen wir gezielt durch das Setzen von kleineren Teilzielen das Eine grosse Ziel zu erreichen. Wir laufen nicht auf Anhieb einen Marathon, sondern bauen schön der Reihe nach unsere Laufumfänge und damit unser Leistungsvermögen auf. Wir beginnen mit einem Tempotraining über 12km und ein paar Wochen später gelingt es uns bereits über 18km das schnelle Tempo zu halten. Nirgendwo anders lernt man derart offensichtlich, dass es entscheidend ist, über das Erreichen von „kleinen Zielen“ das Eine grosse Ziel zu meistern.




11. Mentale Stärke
Das Leben spielt sich im Kopf ab – zumindest spielen unsere Gedanken eine grosse Rolle. Ich bin schon oft in einen Marathon gestartet ohne mich mental vorbereitet zu haben. Resultat? Auf den letzten 10 Km wurde ich jeweils brav und zahm wie ein Lämmchen. Der innere Schweinehund wurde durch ein paar besänftigende Gedanken wie: „was willst Du hier noch um ein paar Minuten kämpfen, Deine Leistung ist so oder so gut!“ oder „Jetzt nimm es ruhig, nichts in Deinem Leben verändert sich, wenn Du ein paar Minuten später im Ziel eintriffst!“ komplett stillgelegt. Wenn Du im Marathon eine gute Zeit laufen willst, dann musst Du mental stark sein. Dann musst Du auf den letzten 10 km die Kraft aufbringen gegen das Verlangen nach Verlangsamung, bzw. Gehpausen anzukämpfen und stattdessen Dein Tempo weiter durch zu ziehen. Der Körper sendet dem Gehirn (leider) etwas zu früh, dass ihm die Kraft ausgeht. Und nur mit einer hervorragenden mentalen Vorbereitung gelingt es Dir an diesem Punkt anzusetzen und Dich noch einmal so richtig anzutreiben. Wer den Marathon leistungsorientiert läuft, der wird lernen (müssen) seine mentale Stärke zu fördern – und das wiederum ist für alle Lebensbereiche von grossem Vorteil.




12. Visionen
Beim Marathon kannst Du Visionen leben. Aus früheren Läufen holst Du Bilder aus Deinem Gedächtnis und koppelst diese mit einem guten Gefühl. Dann träumst Du von Deinem nächsten Lauf… wie Dir alles gelingt, es ist der Tag an dem Du Deine Leistung voll abrufen kannst, Du fliegst förmlich über die Strecke und am Ende legst Du einen unglaublichen Spurt hin – und landest
…unter den besten 100.
…mit einer neuen persönlichen Bestzeit auf einem Bombenplatz.
…unter Freudetränen unter den besten 10.
…in einer fantastischen Zeit auf dem Podest!!!
Ja, beim Marathon kannst Du Visionen aufleben lassen – und eines Tages, wenn alles stimmt, dann wird sie zu Deiner Erfahrung! (Visionen zu haben fördert das Glücksgefühl).



13. Spiritualität
Spiritualität ist ein schwieriger Begriff. Ich möchte ihn mal so definieren, dass man lernt das Leben so zu akzeptieren wie es ist. Dass die Dinge kommen wie sie kommen, egal ob es uns passt oder nicht. Für dieses Verständnis von Spiritualität ist der Marathon ein guter Übungsplatz. Stell Dir vor es ist Heilig Abend. Draussen ist es kalt, Schneeregen wird vom Winde verweht. Du schnürst Dir Deine Laufschuhe, schon früh am Morgen, weil Du später beim festlichen Teil mithelfen willst. Du gehst raus in die Kälte, das Gesicht brennt und Deine Hände sind eisig. Den ganzen Winter durch läufst Du am Samstag fleissig Deine 35km Runde – ohne wenn und aber. Und wozu das alles? Weil Du Ende April einen grandiosen Marathon laufen willst, mit dem Ziel neue persönliche Bestzeit. Nun stell Dir vor es wird langsam Frühling, der Schnee schmilzt und Du fühlst Dich fit wie noch nie. Dann, noch eine Woche bis zum Marathon. Alles ging nach Plan. Bestens vorbereitet, Du weisst am kommenden Sonntag bist Du bereit für den Lauf Deines Lebens… und dann stürzt Du beim Fahrradfahren. Nicht weiter schlimm… aber Dein Knie – es schmerzt derart höllisch – und Dein Arzt sagt Dir: „Mit diesem Knie können Sie am Sonntag unmöglich am Marathon teilnehmen…“. Aus der Traum. Eine harte Lektion. Was ist mit den 1700 Laufkilometer die Du den Winter durch gelaufen bist? Im Marathon lernst Du Dich demütig dem Leben ergeben zu müssen. Du lernst, dass Du Dich zwar hervorragend vorbereiten kannst, dass es aber dennoch Dinge gibt, mitunter auch Kleine, die Dich am entscheidenden Tag daran hindern Deine Leistung abrufen zu können. Marathon ist eine hohe spirituelle Schule.



14. Auseinandersetzung mit Technik: Pulsuhren, GPS-Geräte - Auswertung am PC
Wenn Du viel läufst, dann bist Du immer für neue Motivationen zu haben. Eine Pulsuhr mit unendlich vielen Funktionen. Oder eine GPS-Uhr mit der Du nach dem Lauf mittels Google Earth schauen kannst wo Du genau gelaufen bist. Du kannst Deine Läufe auswerten. Mit früheren vergleichen oder mit anderen Läufern. Du kannst auf Websites Deine Läufe hochladen und mit anderen teilen. Es gibt viel Technik rund um den Laufsport. Klar, sie ist kein Muss, aber der Umgang mit ihr hilft Dir dann wiederum im Alltag mit anderen technischen Geräten umgehen zu können.




15. Auseinandersetzung mit Trainingsaufbau
Spannend wird es im Marathon wenn man beginnt sich mit den Trainingsmethoden auseinanderzusetzen. Es gibt dazu eine Vielzahl an Literatur und das Thema ist hoch spannend. Wie trainiert man richtig, damit man in 6 Monaten im Marathon schneller wird? Dazu kann man sich auch mit anderen Läufern austauschen. Denn wie in vielen Bereich gibt es auch hier eine Vielzahl von Ansichten und Meinungen. Aber ich denke sich mit einer solchen Thematik zu beschäftigen kann nur Vorteile bringen, denn es hält Dich auf jeden Fall geistig fit!
 




16. Philosophie. Gedanken vertiefen. Wer bin ich?
Beim Laufen hast Du Zeit. Da bist Du ungestört. Und da hast Du die Möglichkeit Dich ganz in einen Gedanken zu vertiefen. Ich selber bin schon etliche Stunden durch die schönsten Landschaften gelaufen und hatte nur die eine Frage im Kopf „wer bin ich?“. Intensiv habe ich nach Antworten gesucht – und kaum kam eine Antwort, habe ich die Frage von Neuem gestellt. Das Schöne am Laufen ist wirklich dieses ungestört sein. Vielleicht sagen deshalb auch viele Läufer, dass sie sich beim Laufen „frei“ fühlen. Versuche es selber… am Anfang gelingt es noch nicht so gut, aber mit der Zeit kannst Du Dich voll und ganz in eine Frage oder in ein Thema „reinlaufen“. Und unter der Dusche staunst Du dann über all die Antworten. Und sicher gibt es dann die eine oder andere neue Frage… für die nächste Laufeinheit.




17. Umgang mit Niederlagen.
Im Grunde genommen sind wir doch alle Helden des Lebens. Jeder auf seine Art. Und von der Psychologie wissen wir, dass wir uns alle selber etwas besser sehen, als wir es in Wirklichkeit sind. Und das ist auch gut so. Aber letztlich besteht das Leben aus vielen, meist kleinen, Niederlagen. Viele Dinge laufen nicht wie wir es gerne hätten. Scheitern ist nun halt einfach ein Teil des Lebens. Und ich kann Dir versichern, dass Du auch im Laufsport grässlich scheitern kannst. Niederlagen in der einen oder anderen Form gehören hier einfach dazu. Du kommst am Start nur ganz schlecht weg. Ausgerechnet heute gibt es Gegenwind. Auf einmal bremst Dich ein Seitenstechen. Ein Muskelkrampf bremst Dich aus. Ein Läufer berührt Dich unabsichtlich am Bein und Du stürzt auf den Asphalt. Der Lauf misslingt, Du kommst nicht auf Touren und bleibst weit hinter dem was Du von Dir erwartet hast. Jeder Läufer kennt das. Und ganz besonders im Marathon, wo man sich wochen-, bzw. monatelang vorbereitet ist es bitter eine Niederlage einstecken zu müssen. Aber diese Erfahrungen machen Dich im Alltag gelassener, einfach weil Du weisst, dass Niederlagen zum Leben gehören. Und so versuchst Du es einfach noch einmal. Egal um was es sich handelt.



18. Projektleiter
Als Marathonläufer bist Du automatisch auch Projektleiter. Da musst Du stets wach sein und viele Dinge zur rechten Zeit in die Wege leiten. Der Trainingsplan muss erstellt und eingehalten werden. Die Anmeldung zum Marathon darf nicht verpasst werden. Dann musst Du Dich um die Unterkunft kümmern. Du solltest Dich mit der Marathonstrecke auseinandersetzen: wo hat es Steigungen? Wo gibt es Verpflegungsstellen? Wo ist die Garderobe? Wie sieht es mit der Hin- und Rückreise aus? Dann generell das Thema Ernährung. Was isst, trinkst Du auf der langen Trainingsstrecke? Wie machst Du das „Carboloading“ vor dem Wettkampf? Wie verbringst Du die unmittelbare Zeit vor dem Wettkampf, was isst Du wann? Wann kaufst Du wieder neue Laufschuhe? Hast Du noch genügend frische Laufkleider oder musst Du heute noch waschen, damit morgen laufen kannst? Wenn Du verletzt bist, was ist zu tun? Wo trainierst Du am kommenden Wochenende, wo Du einen Familienausflug machst? Es sind unglaublich viele Dinge die beim Marathonlaufen organisiert sein wollen. Die Liste ist noch lange nicht vollständig. Du siehst, wenn Du Marathonläufer bist, wirst Du automatisch zu einem Projektleiter. Und das Schöne an der Sache. Es ist Dein Projekt – und Du bist der Chef ;-)



19. Glücksgefühle
Fast hätte ich sie noch vergessen, die Glücksgefühle. Zum einen wird ein grosser Mythos um sie gemacht, zum anderen gibt es sie wirklich. Zumindest erlebe ich es so. Unvergesslich ZB Berlin 2011, wo ich die zweiten 21.1km schneller gelaufen bin als die Ersten und wo ich zum allerersten Mal überhaupt einen Marathon unter 3 Stunden gefinisht habe. Mann, war das ein Gefühl! Lächerlich es hier beschreiben zu wollen. Es war einfach wunderschön und alles fühlte sich stimmig an. Und dieses Gefühl hielt sage und schreibe eine ganze Woche intensiv an. Kaum schnürte ich meine Laufschuhe und lief los, da durchströmte es mich auch schon wieder. Auch heute erlebe ich es manchmal wieder, einfach so, während einer tollen Laufeinheit. Da ist dann auf einmal einfach pures Glück da und macht sich in mir breit. Und beim Laufen eines Marathons sowieso. Da durchlebst Du auf und abs. Und wenn Deine Taktik aufgeht und Du das Ziel erreichst, das Ziel von dem Du seit über drei Monaten träumst… dann durchströmt Dich einfach dieses unbeschreibliche Glücksgefühl. Ich nenne es den Zahltag für den Marathonläufer. Viele Stunden Training, Verzicht, Einsatz, Wille, Kampf… und der Lohn dafür ist dieses tolle Glücksgefühl, das wohltuende Bad in den eigenen Endorphinen.
 




20. Marathon macht sexy!
Eigentlich sagt der Titel schon alles. Wenn Du alle Gründe durchgelesen hast, dann liegt es auf der Hand… Du trainierst Deinen Körper, verlierst unnötiges Fett, gewinnst Ausstrahlung durch mehr Selbstbewusstsein und das Erreichen Deiner Ziele. Du bist mental stark, wach im Alltag, Du ernährst Dich bewusst, bist gesund und kannst gut mit Zweifel umgehen. Du bist viel an der frischen Luft und die Sonne gibt Dir eine hübsche Bräune. All das macht Dich schlicht und einfach sexy!
 

 



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