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Von der Grippe ausgebremst

Im letzten Jahr war bei mir aus läuferischer Sicht der Wurm drin. Verschiedenste kleine, aber lästige Infekte und ein Muskelfaserriss zwangen mich auf viele Trainings und Wettkämpfe zu verzichten. Wobei es für mich ganz besonders hart war, dass ich keinen schnellen Marathon laufen konnte.
So begann ich letzten Dezember mit viel Freude und Elan die Vorbereitung auf den Parismarathon, der am 3. April 2016 ausgetragen wird.

Diesmal sollte alles anders werden – und die PB sollte wieder ehrgeizig angegriffen werden können. Die steht seit Ende September 2014 (Berlin) bei 2:41:35. Und da sollte noch was zu feilen sein.

Kaum im Training musste ich bereits Mitte Dezember den ersten grippalen Infekt hinnehmen. Trotzdem kam ich danach sehr gut ins Training und die Leistung stimmte. Wenn ich auch keine riesigen Umfänge gelaufen bin (102 bis 112km pro Woche) so war die Qualität umso besser.

Dann aber kam der März und damit mein Untergang… Die Grippe grassierte bei uns in der Familie und so erwischte es mich ein paar Tage vor meinem geplanten Halbmarathon-Wettkampf der als Vorbereitung für Paris eingeplant war. 5 Tage lag ich mit Fieber im Bett und danach kämpfte ich noch einmal weitere 7 Tage mit Energielosigkeit und Schwindel. Ich war mental ziemlich am Boden und verlor jegliche Lust auf den Parismarathon. Wenn ich nach Paris reise, dann will ich dort VOLL laufen können, alles andere macht für mich (auch nach dem letzten Jahr) einfach keinen Sinn. Zwei Trainingswochen fielen komplett ins Wasser und das allein ist ein grosser, psychologischer Nachteil. Man stelle sich vor im Marathon bei km34, wenn das Letzte gefordert wird und dann diese Stimme in einem dröhnt: „Hey Mann Du hast keine Kraft mehr! Dir fehlen zwei Wochen Training, mach langsam, mach eine Gehpause! Du bist nicht auf der Höhe! Vergiss es!“ – wenn Du da nicht stark bist, dann hast Du das Rennen verloren. Da hilft nur Eines: zurück kämpfen!
Zuerst überlegte ich mir auf einen späteren Marathon zu wechseln und fragte meinen „Laufmentor“ Peter Greif, was ich am besten tun sollte. Er meinte, ich sollte dennoch alles auf Paris setzen.

Und so stürzte ich mich, noch nicht ganz fit, in die sogenannte „heisse Trainingswoche“ wo es eigentlich am Meisten zu leisten gilt. Ich kämpfte wie ein Ochse auf dem Acker und hangelte mich von Training zu Training. Immer am Limit, so dass ich zwar komplett erschöpft war, aber dennoch am nächsten Tag weiter laufen konnte… und am Ende der Woche gelang mir sogar noch der 35km–Lauf mit 15km Endbeschleunigung. Und das war psychologisch enorm wichtig.

Gut, der Husten stört nach wie vor beim Laufen. Ganz ist die Schwächung des Körpers noch nicht vorüber, aber jetzt bleiben mir noch 13 Tage zum Kraftaufbau. Nur noch zwei schnelle Trainings, dann ist auch diese Marathonvorbereitung gemeistert und Paris kann kommen.

Zwar bin ich irgendwie komplett im Ungewissen, da ich nicht weiss, welche Leistung ich am 03. April abrufen kann – ich denke eine PB ist momentan kein Thema – aber dennoch steigt jetzt die Vorfreude mit jedem Tag. Eine willkommene Abwechslung. Seit 1.5 Jahren wieder ein Marathon im Wettkampfshirt!

Ja, die perfekte Marathonvorbereitung (und damit die perfekte Welle) bleibt mir also weiter verwehrt… aber das gehört zum Business. Das ist ein Teil der einfach dazu gehört. Da gibt es nur Eines: Auf nach Paris und rennen was das Zeug hält!!! :-D


Bemerkung:
Zu allem Unglück schmerzt mir heute Montag die linke Achilles-Sehne. Ich hatte noch nie Probleme mit den Achilles-Sehnen, von daher weiss ich noch gar nicht wie ich das einordnen soll…

Kommentare   

 
0 #5 Florian 2016-05-02 11:52
Dass einem die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung bzw. den Trainingsplan macht kenne ich nur zu gut. Hatte auch in der Vorbereitung zu einem Halbmarathon letztes Jahr vier Wochen vor dem Lauf einen Infekt, der nicht weg gehen wollte. Aber es hilft ja nichts - man muss sich erst auskurieren, bevor es weiter geht.
Wünsche Dir gute Besserung!
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0 #4 Mathias 2016-03-24 12:46
Gute Besserung! Paris wirst du sicher laufen können. Zur PB ist sicher ein Plan B mental wichtig. Komm gesund ins Ziel!
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-1 #3 Mietze 2016-03-21 15:41
Na mensch, da hast du doch nochmal nen richtig guten Lauf hinlegen können. Das wird schon! Ich drück dir die Daumen!
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+1 #2 Jörn Perschbacher 2016-03-21 15:31
Sehr gute Einstellung! Geben, was man geben kann und hauptsache Spaß haben - aber schau auf jeden Fall auf deine Sehne. So eine Entzündung macht keine Freude - spreche da leider aus Erfahrung.

Alles Gute!
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+1 #1 Jörn Perschbacher 2016-03-21 15:31
Sehr gute Einstellung! Geben, was man geben kann und hauptsache Spaß haben - aber schau auf jeden Fall auf deine Sehne. So eine Entzündung macht keine Freude - spreche da leider aus Erfahrung.

Alles Gute!
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