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Grippe, Grippe, Grippe

Grippe, Grippe, Grippe – ich glaube die Viren nehmen mich auf die Schippe…
Wie schon letztes Jahr hat mich wieder die Grippe ausgebremst. Wieder war ich gut im Training – und alles hat darauf hingedeutet, dass ich am 09. April in Paris einen grandiosen Marathon abliefern könnte. Doch dann Ende Januar hat es mich wie aus dem Nichts voll erwischt und für 9 ganze Tage ins Bett gehauen. Grippe.

Der erste Lauf danach war hart. Auch der Zweite. Ich wollte den Anschluss an meine guten Trainingsleistungen nicht verlieren und habe mir deshalb innerhalb von 5 Tagen mit drei harten Trainings zu viel gegeben. Der rechte Oberschenkel machte auf einmal zu. Grosse Schmerzen beim Treppenlaufen und Velofahren (E-Bike). Kurzerhand musste ich den 15km Leimentaler-Lauf, der direkt vor meiner Haustüre stattfindet (und bei dem ich zum dritten Mal in Folge den Titel «schnellster Oberwiler» hätte gewinnen können) absagen.

Ja das schlägt auf die Psyche. Ja das ist nicht lustig. Aber aus Erfahrung weiss ich, dass beim Marathon fast nur in Ausnahmefällen alles rund läuft. Also akzeptieren, Laufschuhe in der Ecke stehen lassen, ablenken, Wunden pflegen und hoffen. Ja – und natürlich pokern. Wann steigt man wieder ins Training ein? Wie viele Tage schafft man auszusetzen, nachdem man gerade erst 9 Tage wegen einer Grippe praktisch bewegungslos im Bett lag? Man muss pokern. Und ich bin einer der Sorte, der eher mit etwas Risiko spielt.  Pause also möglichst kurz halten. Am Freitag war ich in der Massage. Heute Samstag waren die Schmerzen schon fast weg. Ich habe mir noch einen Besuch im Thermalbad gegönnt und jetzt am Samstagabend bin ich sehr zuversichtlich, dass ich morgen Sonntag auf die lange Runde gehen kann. 38km stehen im Plan. 30km wären ein Minimalziel, falls sich der Oberschenkel meldet (falls ich ihn höre). Wie auch immer. Eines ist klar. Paris kann ich jetzt ruhig angehen. Niemand erwartet jetzt noch eine superschnelle Zeit von mir – nicht einmal ich! ;-)

Aber mein Hobby wäre nicht das Marathonlaufen, wenn ich nicht ein Kämpfer wäre. Und ich bin schliesslich jemand, der immer an das Unmögliche glaubt. Mit diesem Willen und dem grossen Joker (eine Woche Trainingslager mit dem Basel Running Club auf Mallorca) gebe ich mich noch lange nicht geschlagen… Noch bleiben mir 49 Tage bis zum Parismarathon. Wenn sich der Oberschenkel rasch wieder beruhigt, dann ist in Paris immer noch ein bombastischer Lauf mit viel Überraschungspotential möglich. Paris, j’arrive! #myfight